Wolfgang Wallner-F.
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Maria Katharina Wallner

Maria Katharina Wallner

geborene Prinz

23. August 1915 - 5. März 1996

 

 

Meine Mutter Maria Katharina (Käthe) Wallner wurde mit dem Namen Prinz am 23. August 1915 in Wien geboren und in der Lichtentalerkirche getauft. Ihr Vater starb bereits 1917, ihre Mutter Johanna Prinz 1964.

In erster Ehe war sie mit Karl Simka verheiratet, der im 2. Weltkrieg fiel. Der bis zuletzt im liebevollen Andenken bewahrte Sohn aus dieser Ehe, Peter Simka starb im Alter von fünf Jahren ebenfalls im Krieg an einer schweren Krankheit.

Seit 1947 war meine Mutter mit Walter Wallner verheiratet, aus dieser Ehe stammen die Zwillinge Walter und Wolfgang.

Soweit ich das als Sohn beurteilen kann, war meine Mutter eine willensstarke Frau, die trotzdem immer ihre eigenen Interessen hinter die ihrer Familie, besonders die der Kinder stellte. Vor ihrem leichten Schlaganfall (ca. 1988) war sie gerne in fröhlicher Gesellschaft, hatte einen starken Bewegungsdrang und war auch in gewissem Maße kunsthandwerklich tätig. Später saß sie gerne auf einer Bank im Hofe ihres Wohnhauses oder im Schönbrunner Schloßpark zum Plausch mit Altersgenossen.

Seit 1979 galt ihr Hauptinteresse und ihre Liebe vor allem ihren Enkelkindern Matthias (geboren 1979) und Johannes (geboren 1984).

Die Auswirkungen ihres Schlaganfalls aus dem Jahre 1988 waren vorerst kaum merkbar, wurden aber in den letzten drei Jahren immer mehr zu einer Behinderung. Doch die wirklich aufopfernde Pflege durch meinen Vater Walter Wallner kompensierte diese Abhängigkeit. Sie hatte diese Krankheit nie ernst genommen, hatte auch nie Spitalsaufenthalte und klagte vor allem nie über irgendwelche Beschwerden.

Seit 14. Februar 1996 litt meine Mutter an einer starken Gastritis die eine starke Schwächung und Appetitlosigkeit zur Folge hatte. In dieser Zeit empfing sie "rund um die Uhr" eine besonders liebevolle Pflege durch meinen Vater, wie sie meiner Meinung niemand anderer durchführen hätte können und die bei jedem anderen über dessen Kräfte gegangen wäre. Erst am 4. März 1996 empfand sie Leibschmerzen. Am späten Abend wurden die Schmerzen stärker, so daß eine Einlieferung in das Wilhelminenspital notwendig wurde. Es wurde dort nach einem Blutbefund eine Dünndarmnikrose diagnostiziert (eine plötzliche Unterernährung des Darmes durch mangelhafte Blutversorgung) und eine dringliche Operation durchgeführt. Nach dieser Operation ist meine Mutter am 5. März 1996 um 1 Uhr nachts nach Empfang der Sterbesakramente gestorben.

Meine Mutter war trotz ihrer schweren Schicksalsschläge immer eine optimistische, starke Frau, die Zeit ihres Lebens im christlichen Sinn gläubig war. In der Zeit nach Beginn der Gastritis hatte ich mit ihr Gespräche, aus denen ich entnehmen konnte, daß sie trotz der relativen Ungefährlichkeit dieser Krankheit über ihr nahendes Ende Gewißheit hatte. Sie gab ihre letzten Anweisungen und nahm friedvoll, zufrieden, fast glücklich Abschied von ihren Nächsten.

In derselben Kirche in der sie getauft wurde, fand die Seelenmesse am 30. März 1996 statt. Ihr Grab befindet sich am Wiener Zentralfriedhof, 2. Tor, Gruppe 10, Reihe 2, Nummer 22.

 

 

 

 

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