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Kennen Sie auch die Geschichte von dem armen Maler hinter den sieben Bergen, der plötzlich entdeckt wurde, obwohl er das überhaupt nicht wollte? Nun, das ist mit Sicherheit eine ganz andere Geschichte! Mein Onkel Franz Wallner war Zeit seines Lebens ein zerrissener, gequälter Verweigerer, was seine Kunst betraf. Einerseits wollte er nie für eine Öffentlichkeit arbeiten. Er mied Ausstellungen und Kunstmarkt und hat auch sehr viele diesbezügliche Angebote abgelehnt und wollte „seine Kinder“ auch nicht verkaufen (er hinterließ tausende Werke, von der Grafik im Postkartenformat bis zu Gemälden im großen Format). Andererseits durstete er sicher unbewusst nach fachlichen Kontakten und Gesprächen, die ihm seine Umgebung in Bezug auf seine Kunst nicht geben konnte. Das durfte er sich offensichtlich nicht gestehen. Erste ein Jahr vor seinem Ableben durfte ihm die Kunsthistorikerin Frau Dr. Beate Rukschcio eine kleine Ausstellung in St. Pölten, der Hauptstadt von Niederösterreich ermöglichen, was ihm, trotz seines schlechten Gesundheitszustands erkenntlich tiefste Freude machte. Franz Wallner wünschte sich verbrannt zu werden und dass seine Kinder seine Asche in einer zerbrechlichen Urne irgendwo über eine Straße tragen, um dort zu stolpern und mit einem „Hoppla" die Asche auf der Straße zu verlieren. Diesen Wunsch konnten die Kinder begreiflicherweise nicht erfüllen, die Urne wurde im Familiengrab beigesetzt. Ein zweiter Wunsch war, dass seinen Bildern ermöglicht werden sollte, zu fliegen. In anderen Häusern an den Wänden zu hängen um damit seine Persönlichkeit, sein Können und seine Gedanken weiter zu geben. Diesen Wunsch versuchen seine Kinder nachzukommen. Mögen sie nun fliegen!
Das Buch enthält hauptsächlich Fotos seiner Bilder und Impressionen seines Arbeitszimmers.