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Sonnenaufgang, noch vorsichtig, zaghaft.
Früher, angenehmer Sommermorgen.
Tau an noch unbegangenen Wegen, der Wunsch, einen Weg als Erster entdeckt zu haben, der Erste zu sein, der im Wald Schritte, Spuren setzt.
Neues Land behutsam betreten!
Welches Ereignis, welches Gefühl!
Ein Erlebnis, das es nicht nur Draußen gibt.
In dem uns eigenen Universum, unserem Gehirn, gibt es Millionen unbegangener Wege.
In unserer Phantasie, vielleicht zuletzt als Kind übten wir diese neuen Wege zu finden, manche fanden wir, unzählige gibt es da noch.
Mühen, auch notwendig erachtete Routinen machten uns vergessen.
Nichts hebt mich höher, nicht beflügelt mich mehr als neue Gedanken zu spüren, neues Land behutsam zu betreten.
Es sind täglich neue Aufgaben, neue Rätsel, die solche Gebiete eröffnen, erahnen lassen.
Kinder üben Gehirnbahnen zu öffnen, in dem sie versuchen, Rätsel
spielerisch zu lösen, zumindest in die Nähe einer Lösung zu kommen.
In früherer Zeit, bevor es Radio, Fernsehen gab und die Phantasie beschränkte, war  das Lösen von Rätseln eine sehr beliebte Beschäftigung innerhalb der Familien, im Freundeskreis.

Rätselschatulle aus dem Jahre 1890.
Ein Zeitdokument des Fin de Siècles.
Ich konnte schon sehr früh lesen. Als ich dieses alte Buch in einem Kasten meiner Großmutter fand, war ich entzückt und bin es noch immer.
So dachte ich daran, diese Rätsel neu heraus zu geben.
Zum Lesen, Wundern, aber auch zum Rätseln, alleine oder besser in Gesellschaft von Familie oder Freunden lege ich diese Texte zunächst in einem ersten Band vor.
Jetzt gibt es das Buch neu:

Rätselschatulle
aus dem Jahre1890
1. Band


Ich empfehle zum Rätselvergnügen folgende Vorgangsweise:
Rätseln mit mehr Personen, mindestens zu zweit. Wobei eine Person der Fragesteller ist, der andere der Rater. Der Fragende soll die Antwort wissen und den Rater mit Hinweisen sanft zur Lösung führen. Besonders für die Rätselform „Charaden“ geeignet.
Zu beachten ist, es war eine ganz andere Zeit.
Es gibt in den Rätseln, und in deren Lösungen manche Begriffe, die einen Bedeutungswandel erlebten, wenige Worte sind sogar heute gar nicht mehr üblich, wenn auch bekannt. Gerade das macht aber den besonderen Reiz dieser Rätsel aus. Notfalls kann man die Bedeutungen im Internet nachschlagen. Und es gibt im Buch eine Reihe biblischer Rätsel.

Einige Fragen und auch deren Antworten sind heute keinesfalls "politisch korrekt", ja sogar diskriminierend und auch antisemitisch.
Zu Beginn des Fin de Siècle entstanden Unsicherheiten im Bürgertum. Vielleicht auch in Ahnung des Kommenden, versuchte der stark religiöse Teil dieser Gesellschaft „Werte“ zu wahren.
„Werte“ sind auch heute Grenzen, zwischen den Menschen drinnen und denen die draußen sind, auch sie bewahrenswert erscheinen oder auch sind.
So wurde etwa in den Rätseln Frauen nicht ernst genommen.
Ich bitte dies der Zeit zu schulden und zu hoffen, dass daraus vielleicht manchmal auch Lehren gezogen werden.

Der Vollständigkeit halber beließ ich sie in dieser Sammlung.
Ich bitte um Verständnis und auch um Entschuldigung, das Buch soll auch ein Zeitdokument sein.

Nebenbei ergibt dieses „spielerische Eintauchen“ in eine längst vergangene Zeit auch die Notwendigkeit, miteinander zu kommunizieren. Über Gedanken, Denkweisen, Gefühle über ein Verständnis dieser Zeit.
Überraschungen werden folgen.