Wolfgang Wallner-F.
Schriftsteller
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ich will es

versuchen.

die würde

des unbekannten

im bekannten erwecken,

das alltägliche

zum geheimnis machen,

im unwichtigen

seinen hohen sinn finden.

und allem vergänglichen

den schein des unendlichen

wieder geben.

wie es immer war.

© Wolfgang Wallner-F.


Prosa und Lyrik

Die Art des Schreibens bei meiner Prosa und Lyrik unterscheidet sich.
Das Ziel ist aber doch immer gleich: „Eine Entwicklung des Menschen“.

Fast alle meine Werke, vielleicht mit Ausnahme der neueren, aber noch nicht veröffentlichen Bücher sind in symbolisierter Sprache verfasst.
 
Wen es interessiert, d.h. wer von meinen oder auch anderen Texten „berührt“ wird und weiß nicht warum das so ist, sollte jedes Mal beim Auftreten zunächst vielleicht unverständlicher, aber „elektrisierender“ Symbole und Gleichnissen erklärende Literatur suchen. Es gibt immer dafür Entsprechungen bei Philosophen und/oder in den Werken C.G. Jungs (z.B. etwa „Antwort auf Hiob“ bei meinem „Elihu“, in dem ich über Jungs Forderungen nach einem neuen Messias, der kein Halbgott sein darf, hinausgehe).

Nach Jung stellt ein Symbol nicht etwas aus dem persönlichen Kontext Erworbenes dar, sondern ist eine emotionsgefärbte Botschaft aus dem kollektiven Unbewussten.
Es taucht aus einer transpersonalen, höheren Ebene des Bewusstseins in der Psyche auf.
Es ist die Sprache der Psyche mit der sie noch Unbekanntes, meist Archetypisches dem Bewusstsein mitzuteilen versucht.
Es sind "kollektive Vorstellungen", die auf frühesten Menschheitsträumen und schöpferischen Phantasien beruhen. Als solche sind diese Bilder spontane Erscheinungen und keineswegs willkürliche Erfindungen.
 

Die Symbole, denen wir im Alltag begegnen und welche z.B. auch in Form einer Begegnung mit einem ungewöhnlichem Menschen zu uns kommen können, liefern eine wortlose Botschaft an das Unbewusste.
Sie versetzen uns in eine Stimmung, die wir bisweilen nicht erklären können.
Sie sprechen eine tiefe Ebene der Psyche an, die Ebene der Archetypen.

Die Botschaft ist dementsprechend in der Sprache der Archetypen, nämlich gefühlsbetont.
Für Jung ist das Symbol überall im Leben zu finden, selbst Krankheiten bzw. ihre Symptome sind Symbole, die eine Botschaft aus tieferen Bewusstseinsschichten tragen.
Diese Botschaften sind oftmals der Schlüssel zur Heilung (Ganzwerdung).
Das Symbol hat eine Vermittlungsfunktion, es dient als libidinöser Energietransformator zwischen dem kollektiven und persönlichen Unbewussten, indem es formloser Libido (Triebkraft/Lebensenergie) eine emotionale Gestalt verleiht und sie dadurch in einen erfahrbaren energetischen Fluss versetzt.

Ebenfalls nach Jung sind Symbole, die einen Leser etwa berühren zum Verständnis dessen Bedeutung in immer weiteren Kreisen einzufangen (kulturelle und persönliche Verbindungen zu erspüren).

Gründe zum Schreiben

1. Im Hintergrund der Religion

Wenn es dir gelungen ist, in das Paradies zurück zu kommen (durch den „Tod“, vom Westen, „wo der Engel nicht stand“), dann kann es sein, dass dir die Frucht vom Baum des Lebens angeboten wird.

Es ist aber dort nicht so, dass dir eine Wahl bleibt.

Die Frucht wird dir immer wieder einfach angeboten, nimmst du sie nicht, geschieht  nichts Anderes (zumindest vorerst).
 

Fortsetzung hier im externen Link: http://doppelgaenger.wolfgangwallnerf.com/seite11a1.html

2. Im Zusammenhang mit Physik und Psychologie

Von einiger Wichtigkeit ist auch die Diskussion um die Interpretationen der Quantenphysik.

Fortsetzung hier im externen Link: http://doppelgaenger.wolfgangwallnerf.com/seite4.html
 

3. Hintergründe in meiner Lyrik

Meine Frau Dorrit Maria Hanke schrieb kurze Zeit vor ihrem Ableben ein Märchen, das meiner Ansicht die teils auch unbewussten Richtungen in meiner Lyrik sehr gut illustrieren:

Gott und die Welt

Weit von uns entfernt lebte einst ein Volk in einer wunderschönen, fruchtbaren Landschaft. Die Menschen dort hatten genug zu essen, besaßen einen gewissen Reichtum und wurden selten krank. Grund genug, um glücklich zu sein.
Leider zankten sich diese Leute, wo es nur ging.
Jede Kleinigkeit nahmen sie zum Anlass, ihren Mitmenschen das Leben schwer zu machen, so voller Neid und Zwietracht war ihr Gemüt.
Täglich dachten sie sich neue Gemeinheiten aus, um den Nächsten zu ärgern.
Es war schon so weit, dass sie keiner mehr aus einem anderen Volk besuchen wollte. So waren die Menschen dort immer mehr abgeschlossen von der übrigen Welt.

Als der liebe Gott dies sah, wurde er sehr traurig und erzählte Maria davon.
„Lass mich auf die Erde niedersteigen um zu versuchen, Deinen Schäfchen Linderung zu bringen. Sie schaden sich ja doch nur selbst in ihrem Hader!“
Sofort erfüllte der Herr unserer Gottesmutter die Bitte.

Bald danach mischte sie sich als Magd verkleidet unter das Volk und bekam eine Stelle als Hausgehilfin.
Eines Tages musste sie auf den Markt, um Gemüse einzukaufen. Der Händler wollte sie gerade um Geld betrügen, als Maria fragte: „Warum hast Du vor, Dich an meiner Herrschaft zu bereichern? Weißt Du nicht, dass Du Deinen Nächsten lieben sollst wie Dich selbst?“
Der Mann wollte Maria vertreiben, doch sie fing an, um seine Seele zu Gott zu beten. Dabei war ihre Gestalt gänzlich von Gold umströmt.
Als der Händler das sah, war er ganz und gar entsetzt, sodass er schreiend davonlief. Bisher hatte er nicht an den Herrn geglaubt, doch durch unsere liebe Frau hatte er sein erstes Gotteserlebnis.
Mit Fieber legte er sich ins Bett und erholte sich nur langsam. Als Maria zu ihrer Herrschaft nach Hause kam, konnte sie nur ein geringeres Geld zurückgeben, als erwartet.
Die Hausfrau schimpfte sehr und drohte der Gottesmutter mit Schlägen. Da wurde diese riesengroß und ihr Lichterschein strahlte heller als alle Lampen im Hause zusammen.
„Hilfe“, rief die reiche Frau, „wie ist mir bloß!“ Da hub Maria mit ihrer lieblichen Stimme an zu reden: „Du arme Frau, merkst Du denn nicht, dass Deine Seele durch die Bosheit, welche in Dir ist, verkümmert? Ich verrate Dir ein Geheimnis: Dein Mann ist in Wirklichkeit Gott! Wenn Du Dich weiterhin so mit ihm zankst, wirst Du bald verloren sein. Der Herr wird Dich vernichten und Du sollst in der Hölle schmoren. Also besinne Dich und diene Deinem Manne so, wie es ihm gebührt!“
Die Hausfrau versprach alles und weinte bitterlich, hatte sie doch große Angst vor Maria.
Die Gottesmutter hingegen erschien mit den gleichen Worten dem Ehemann der bösen Frau. Auch ihm verlangte sie das Versprechen ab, seiner Frau wie Gott zu dienen.
Als die beiden Zankhühner wieder aufeinander trafen, lösten sie ihr Versprechen ein und begannen, sich fürsorglich umeinander zu kümmern. Nach und nach entstand daraus eine zarte Liebe, bis diese heiß und glühend war.
Bald darauf begab sich etwas Seltsames. Die beiden merkten nämlich, dass sie nicht mehr anders konnten, als auch ihre Nächsten zu lieben. Sie halfen Leuten in Not und hatten vor lauter Glück ein freundliches Wort für jedermann.
In kurzer Zeit lernten die Leute, in allen anderen Menschen Gott zu sehen und ihnen zu dienen.
Im Nu herrschte Frieden in dem Volke.

Als Maria indes wieder zurück im Himmel war, gratulierte ihr der Herr sehr herzlich zu ihrer Idee, den Menschen zu sagen, sie seien Gott. „Du hast ja recht“, schmunzelte er, „ich bin in Allem, also bin ich auch Alles und Alles ist in mir!“
Sie lachten noch eine Weile und machten zusammen einen ausgedehnten Spaziergang über die Wolken.

Das Volk jedoch war mit einem Male glücklich geworden. Es wurde von nun an gerne von Fremden besucht und seine Menschen fuhren auch oft in die Ferne.
So trugen sie ihre neue Einsicht in die Welt hinaus, bis alle Völker einander dienten und es keine Kriege mehr gab.
Der wirkliche Gott und Maria hingegen rieben sich die Hände vor Freude und ihr Lachen erschallte im ganzen Weltall.

Gott und die Welt

Weit von uns entfernt lebte einst ein Volk in einer wunderschönen, fruchtbaren Landschaft. Die Menschen dort hatten genug zu essen, besaßen einen gewissen Reichtum und wurden selten krank. Grund genug, um glücklich zu sein.
Leider zankten sich diese Leute, wo es nur ging.
Jede Kleinigkeit nahmen sie zum Anlass, ihren Mitmenschen das Leben schwer zu machen, so voller Neid und Zwietracht war ihr Gemüt.
Täglich dachten sie sich neue Gemeinheiten aus, um den Nächsten zu ärgern.
Es war schon so weit, dass sie keiner mehr aus einem anderen Volk besuchen wollte. So waren die Menschen dort immer mehr abgeschlossen von der übrigen Welt.

Als der liebe Gott dies sah, wurde er sehr traurig und erzählte Maria davon.
„Lass mich auf die Erde niedersteigen um zu versuchen, Deinen Schäfchen Linderung zu bringen. Sie schaden sich ja doch nur selbst in ihrem Hader!“
Sofort erfüllte der Herr unserer Gottesmutter die Bitte.

Bald danach mischte sie sich als Magd verkleidet unter das Volk und bekam eine Stelle als Hausgehilfin.
Eines Tages musste sie auf den Markt, um Gemüse einzukaufen. Der Händler wollte sie gerade um Geld betrügen, als Maria fragte: „Warum hast Du vor, Dich an meiner Herrschaft zu bereichern? Weißt Du nicht, dass Du Deinen Nächsten lieben sollst wie Dich selbst?“
Der Mann wollte Maria vertreiben, doch sie fing an, um seine Seele zu Gott zu beten. Dabei war ihre Gestalt gänzlich von Gold umströmt.
Als der Händler das sah, war er ganz und gar entsetzt, sodass er schreiend davonlief. Bisher hatte er nicht an den Herrn geglaubt, doch durch unsere liebe Frau hatte er sein erstes Gotteserlebnis.
Mit Fieber legte er sich ins Bett und erholte sich nur langsam. Als Maria zu ihrer Herrschaft nach Hause kam, konnte sie nur ein geringeres Geld zurückgeben, als erwartet.
Die Hausfrau schimpfte sehr und drohte der Gottesmutter mit Schlägen. Da wurde diese riesengroß und ihr Lichterschein strahlte heller als alle Lampen im Hause zusammen.
„Hilfe“, rief die reiche Frau, „wie ist mir bloß!“ Da hub Maria mit ihrer lieblichen Stimme an zu reden: „Du arme Frau, merkst Du denn nicht, dass Deine Seele durch die Bosheit, welche in Dir ist, verkümmert? Ich verrate Dir ein Geheimnis: Dein Mann ist in Wirklichkeit Gott! Wenn Du Dich weiterhin so mit ihm zankst, wirst Du bald verloren sein. Der Herr wird Dich vernichten und Du sollst in der Hölle schmoren. Also besinne Dich und diene Deinem Manne so, wie es ihm gebührt!“
Die Hausfrau versprach alles und weinte bitterlich, hatte sie doch große Angst vor Maria.
Die Gottesmutter hingegen erschien mit den gleichen Worten dem Ehemann der bösen Frau. Auch ihm verlangte sie das Versprechen ab, seiner Frau wie Gott zu dienen.
Als die beiden Zankhühner wieder aufeinander trafen, lösten sie ihr Versprechen ein und begannen, sich fürsorglich umeinander zu kümmern. Nach und nach entstand daraus eine zarte Liebe, bis diese heiß und glühend war.
Bald darauf begab sich etwas Seltsames. Die beiden merkten nämlich, dass sie nicht mehr anders konnten, als auch ihre Nächsten zu lieben. Sie halfen Leuten in Not und hatten vor lauter Glück ein freundliches Wort für jedermann.
In kurzer Zeit lernten die Leute, in allen anderen Menschen Gott zu sehen und ihnen zu dienen.
Im Nu herrschte Frieden in dem Volke.

Als Maria indes wieder zurück im Himmel war, gratulierte ihr der Herr sehr herzlich zu ihrer Idee, den Menschen zu sagen, sie seien Gott. „Du hast ja recht“, schmunzelte er, „ich bin in Allem, also bin ich auch Alles und Alles ist in mir!“
Sie lachten noch eine Weile und machten zusammen einen ausgedehnten Spaziergang über die Wolken.

Das Volk jedoch war mit einem Male glücklich geworden. Es wurde von nun an gerne von Fremden besucht und seine Menschen fuhren auch oft in die Ferne.
So trugen sie ihre neue Einsicht in die Welt hinaus, bis alle Völker einander dienten und es keine Kriege mehr gab.
Der wirkliche Gott und Maria hingegen rieben sich die Hände vor Freude und ihr Lachen erschallte im ganzen Weltall.
 

 

 

Prosa und Lyrik

Die Art des Schreibens bei meiner Prosa und Lyrik unterscheidet sich.
Das Ziel ist aber doch immer gleich: „Eine Entwicklung des Menschen“.

Fast alle meine Werke, vielleicht mit Ausnahme der neueren, aber noch nicht veröffentlichen Bücher sind in symbolisierter Sprache verfasst.
 
Wen es interessiert, d.h. wer von meinen Texten „berührt wird und weiß nicht warum das so ist, sollte jedes Mal beim Auftreten zunächst vielleicht unverständlicher, aber „elektrisierender“ Symbole und Gleichnissen erklärende Literatur suchen. Es gibt immer dafür Entsprechungen bei Philosophen und/oder in den Werken C.G. Jungs (z.B. etwa „Antwort auf Hiob“ bei meinem „Elihu“, in dem ich über Jungs Forderungen nach einen neuen Messias, der kein Halbgott sein darf, hinausgehe).

Nach Jung stellt ein Symbol nicht etwas aus dem persönlichen Kontext Erworbenes dar, sondern ist eine emotionsgefärbte Botschaft aus dem kollektiven Unbewussten.
Es taucht aus einer transpersonalen, höheren Ebene des Bewusstseins in der Psyche auf.
Es ist die Sprache der Psyche mit der sie noch Unbekanntes, meist Archetypisches dem Bewusstsein mitzuteilen versucht.
Es sind "kollektive Vorstellungen", die auf frühesten Menschheitsträumen und schöpferischen Phantasien beruhen. Als solche sind diese Bilder spontane Erscheinungen und keineswegs willkürliche Erfindungen.
 

Die Symbole, denen wir im Alltag begegnen und welche z.B. auch in Form einer Begegnung mit einem ungewöhnlichem Menschen zu uns kommen können, liefern eine wortlose Botschaft an das Unbewusste.
Sie versetzen uns in eine Stimmung, die wir bisweilen nicht erklären können.
Sie sprechen eine tiefe Ebene der Psyche an, die Ebene der Archetypen.

Die Botschaft ist dementsprechend in der Sprache der Archetypen, nämlich gefühlsbetont.
Für Jung ist das Symbol überall im Leben zu finden, selbst Krankheiten bzw. ihre Symptome sind Symbole, die eine Botschaft aus tieferen Bewusstseinsschichten tragen.
Diese Botschaften sind oftmals der Schlüssel zur Heilung (Ganzwerdung).
Das Symbol hat eine Vermittlungsfunktion, es dient als libidinöser Energietransformator zwischen dem kollektiven und persönlichen Unbewussten, indem es formloser Libido (Triebkraft/Lebensenergie) eine emotionale Gestalt verleiht und sie dadurch in einen erfahrbaren energetischen Fluss versetzt.

Ebenfalls nach Jung sind Symbole, die einen Leser etwa berühren zum Verständnis dessen Bedeutung in immer weiteren Kreisen einzufangen (kulturelle und persönliche Verbindungen zu erspüren).

Gründe zum Schreiben

1. Im Hintergrund der Religion

Wenn es dir gelungen ist, in das Paradies zurück zu kommen (durch den „Tod“, vom Westen, „wo der Engel nicht stand“), dann kann es sein, dass dir die Frucht vom Baum des Lebens angeboten wird.

Es ist aber dort nicht so, dass dir eine Wahl bleibt.

Die Frucht wird dir immer wieder einfach angeboten, nimmst du sie nicht, geschieht  nichts Anderes (zumindest vorerst).
 

Fortsetzung hier im externen Link: http://doppelgaenger.wolfgangwallnerf.com/seite11a1.html

2. Im Zusammenhang mit Physik und Psychologie

Von einiger Wichtigkeit ist auch die Diskussion um die Interpretationen der Quantenphysik.

Fortsetzung hier im externen Link: http://doppelgaenger.wolfgangwallnerf.com/seite4.html
 

3. Hintergründe in meiner Lyrik

Meine Frau Dorrit Maria Hanke schrieb kurze Zeit vor ihrem Ableben ein Märchen, das meiner Ansicht die teils auch unbewussten Richtungen in meiner Lyrik sehr gut illustrieren:

Gott und die Welt

Weit von uns entfernt lebte einst ein Volk in einer wunderschönen, fruchtbaren Landschaft. Die Menschen dort hatten genug zu essen, besaßen einen gewissen Reichtum und wurden selten krank. Grund genug, um glücklich zu sein.
Leider zankten sich diese Leute, wo es nur ging.
Jede Kleinigkeit nahmen sie zum Anlass, ihren Mitmenschen das Leben schwer zu machen, so voller Neid und Zwietracht war ihr Gemüt.
Täglich dachten sie sich neue Gemeinheiten aus, um den Nächsten zu ärgern.
Es war schon so weit, dass sie keiner mehr aus einem anderen Volk besuchen wollte. So waren die Menschen dort immer mehr abgeschlossen von der übrigen Welt.

Als der liebe Gott dies sah, wurde er sehr traurig und erzählte Maria davon.
„Lass mich auf die Erde niedersteigen um zu versuchen, Deinen Schäfchen Linderung zu bringen. Sie schaden sich ja doch nur selbst in ihrem Hader!“
Sofort erfüllte der Herr unserer Gottesmutter die Bitte.

Bald danach mischte sie sich als Magd verkleidet unter das Volk und bekam eine Stelle als Hausgehilfin.
Eines Tages musste sie auf den Markt, um Gemüse einzukaufen. Der Händler wollte sie gerade um Geld betrügen, als Maria fragte: „Warum hast Du vor, Dich an meiner Herrschaft zu bereichern? Weißt Du nicht, dass Du Deinen Nächsten lieben sollst wie Dich selbst?“
Der Mann wollte Maria vertreiben, doch sie fing an, um seine Seele zu Gott zu beten. Dabei war ihre Gestalt gänzlich von Gold umströmt.
Als der Händler das sah, war er ganz und gar entsetzt, sodass er schreiend davonlief. Bisher hatte er nicht an den Herrn geglaubt, doch durch unsere liebe Frau hatte er sein erstes Gotteserlebnis.
Mit Fieber legte er sich ins Bett und erholte sich nur langsam. Als Maria zu ihrer Herrschaft nach Hause kam, konnte sie nur ein geringeres Geld zurückgeben, als erwartet.
Die Hausfrau schimpfte sehr und drohte der Gottesmutter mit Schlägen. Da wurde diese riesengroß und ihr Lichterschein strahlte heller als alle Lampen im Hause zusammen.
„Hilfe“, rief die reiche Frau, „wie ist mir bloß!“ Da hub Maria mit ihrer lieblichen Stimme an zu reden: „Du arme Frau, merkst Du denn nicht, dass Deine Seele durch die Bosheit, welche in Dir ist, verkümmert? Ich verrate Dir ein Geheimnis: Dein Mann ist in Wirklichkeit Gott! Wenn Du Dich weiterhin so mit ihm zankst, wirst Du bald verloren sein. Der Herr wird Dich vernichten und Du sollst in der Hölle schmoren. Also besinne Dich und diene Deinem Manne so, wie es ihm gebührt!“
Die Hausfrau versprach alles und weinte bitterlich, hatte sie doch große Angst vor Maria.
Die Gottesmutter hingegen erschien mit den gleichen Worten dem Ehemann der bösen Frau. Auch ihm verlangte sie das Versprechen ab, seiner Frau wie Gott zu dienen.
Als die beiden Zankhühner wieder aufeinander trafen, lösten sie ihr Versprechen ein und begannen, sich fürsorglich umeinander zu kümmern. Nach und nach entstand daraus eine zarte Liebe, bis diese heiß und glühend war.
Bald darauf begab sich etwas Seltsames. Die beiden merkten nämlich, dass sie nicht mehr anders konnten, als auch ihre Nächsten zu lieben. Sie halfen Leuten in Not und hatten vor lauter Glück ein freundliches Wort für jedermann.
In kurzer Zeit lernten die Leute, in allen anderen Menschen Gott zu sehen und ihnen zu dienen.
Im Nu herrschte Frieden in dem Volke.

Als Maria indes wieder zurück im Himmel war, gratulierte ihr der Herr sehr herzlich zu ihrer Idee, den Menschen zu sagen, sie seien Gott. „Du hast ja recht“, schmunzelte er, „ich bin in Allem, also bin ich auch Alles und Alles ist in mir!“
Sie lachten noch eine Weile und machten zusammen einen ausgedehnten Spaziergang über die Wolken.

Das Volk jedoch war mit einem Male glücklich geworden. Es wurde von nun an gerne von Fremden besucht und seine Menschen fuhren auch oft in die Ferne.
So trugen sie ihre neue Einsicht in die Welt hinaus, bis alle Völker einander dienten und es keine Kriege mehr gab.
Der wirkliche Gott und Maria hingegen rieben sich die Hände vor Freude und ihr Lachen erschallte im ganzen Weltall.
 


                                 

http://dorritmariahanke.wolfgangwallnerf.com/
 

 

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Zurück zu mir.
Ich spüre, dass ein Grund der Unmenschlichkeit unseres Planeten, die Härte einer irrtümlichen Erwachsenenwelt sein könnte. Der Zauber der Kindheit, das Staunen und unbedingtes Lieben (also ohne wissentlichem Grund) ging verloren. Doch das kann wieder erreicht werden.
 


kann ich kein vogel
am himmel sein,
wolkentauchend,
um so manches menschliche
zu vergessen
und keine lilie,
versteckt,
um nicht der besitzgier
anheim zu fallen.
dann wäre ich gerne
das schneidermeisterlein,
welches sieben wolken
zusammen näht.
einfach
weil es verzaubert
und sonst niemand macht.
© Wolfgang Wallner-F.

 

manche denken,
wissenschaft entzaubert,
sperrt phantasie ein.
es ist richtig,
dass etwa der apfel
der schwerkraft folgt.
doch ist das wort
schwerkraft
keine entzauberung
der natur.
im gegenteil.
zauber wird
durch wissen
vertieft.
mein gehirn
darf weiter blühen.
wohin es will,
ich gieße.
bleibt im zaubergarten.

Niemand weiß, was Schwerkraft ist. So ist es in den Naturwissenschaften. Doch werden Schüler mit dem Wissen (etwa, der Grund ist die Schwerkraft) entlassen und damit die Natur entzaubert. Würden sie angeregt werden, über das Wesen der Schwerkraft etwa nachzudenken, hätten wir wieder mehr Philosophen (unter den Physikern auch).
© Wolfgang Wallner-F.

 

ach wie entzückend.

wie liebe ich

die verzauberung,

die aus der entzauberung

erwächst.

wie verzaubert

wissenschaft

unsere welt

und verbietet sich

dafür anerkennung.

doch erklärt sie

sichtbares

durch unsichtbares.

ein apfel etwa

fällt wegen der gravitation.

alles klar?

verzaubert doch eher.

man meint sogar,

wegen einer raumkrümmung.

warum wird

uns diese verzauberung

nicht als solche

in der schule gezeigt?

eine erklärung

ist sie ja wohl nicht,

doch wurde uns vieles

zur sättigung vorgeworfen.

mit erfolg.

wir fragen nicht mehr.

die welt bleibt vorerst

für mich verzaubert
© Wolfgang Wallner-F.
 

 

Prägende Menschen und Erlebnisse

1. Und 2. Der Traum und genetische Gründe
http://www.wolfgangwallnerf.com/seite934.html

3. Womit meine Probleme begannen

Ich kann mich sehr gut an den Tag erinnern, an dem meine Probleme begannen. Damit meine ich nicht, dass ich wirklich Schwierigkeiten hatte, ich glaube aber, dass das, was andere Menschen als abnormal oder krank bezeichnen, an diesem Tag zum ersten Mal deutlich wurde.
Ich konnte schon seit langer Zeit erraten, welcher Wochentag ein beliebiges Datum war. In bestimmten Gefühlssituationen war es mir ein Leichtes und absolut normal den Wochentag in meinem Gehirn zu finden, der zu einem gefragten Datum passte. Es war aber immer ein bestimmtes Gefühl dazu erforderlich, eine eigene Stimmung.
An diesem besonderen Tag wollte ich so für mich selbst diese Fähigkeit ausprobieren. Also dachte ich daran, das wieder einmal zu versuchen. Ein Teil meines Gehirnes versuchte sich ein Datum vorzustellen. Es begann mit dem zwölfen.
Sofort meldete sich eine andere Gehirninstanz und behauptete: Dienstag“!
Na das fand ich aber lächerlich. Ich drängte die „Dienstaginstanz“ im Gehirn zurück, forderte sie auf einmal abzuwarten.
Sie beharrte auf Dienstag.
Dem wollte ich aber nicht nachgeben. Kramte nach einem Monat.
Na gut, also der November! Der 12. November!
Vehement meldete sich die Dienstagsfraktion.
Ha, abwarten, es fehlt das Jahr!
1907 triumphierte ich!
Die Dienstagsmeldung blieb weiter. Kein anderer Wochentag meldete sich in mir.
Das glaubte ich aber denn doch nicht! Ich hatte doch den Dienstag überlistet. Der konnte doch nicht schon als Ergebnis feststehen, bevor ich die Frage formulierte.
Es stimmte aber doch. Der 12.11.1907 war ein Dienstag!
Wie konnte das sein?
Wusste die Dienstagsabteilung meines Gehirns schon vor der Frage die Antwort?
Hat sie vielleicht gar die Frage beeinflusst?
Gibt es zwei unabhängige Gedanken in meinem Gehirn, gleichzeitig?
Beobachtet ein Gedanke den anderen?
Und was ist mit dem Gedanken, dem die Dienstagslobby Abwarten befiehlt?
Eine dritte, wenn auch wirkungslose Instanz?
Seit diesem Tag jedenfalls musste ich mich zwingen, immer nur einen Gedanken ausdrücken zu wollen. Wenn ich alleine war, spielte meine polyphone Gedankenwelt da keine Rolle. Ich nannte sie „polyphon“, um keiner Einzelstimme mehr Bedeutung zu geben. Die konnten nämlich auch miteinander diskutieren, was mir aber den Schlaf raubte.
Für mich alleine konnte ich mit meinen Polyphonen also gut umgehen. Schwierig wurde es nur, wenn ich mit anderen Menschen sprach.
Ähnliches erlebte ich auch als Kind bei Quizsendungen im Radio, später im Fernsehen, in denen mir fast immer die Antworten auf Wissensfragen „zuflogen“ und sie stimmten. Auch in Gebieten, von denen ich gar nichts wusste. Im Fernsehen war das etwa die Sendung „Quiz 21“ mit auch sehr schwierig zu beantworteten Fragen.
In der Schule hatte ich solche „Eingebungen“ nie, war da eher ein „Problemkind“ mit Schwierigkeiten (die ich allerdings nie selbst so empfand). Für einen materiellen Vorteil für mich gelang sowas aber nie.

Später habe ich einmal gelesen, dass die Möglichkeiten der Zuordnung eines Wochentages einem bestimmten Datum alleine durch Verinnerlichung keine absolute Absonderlichkeit darstellte.
Da gab es viel merkwürdigere Fähigkeiten. Allerdings wurden solche meistens bei Menschen in nicht dem Durchschnitt entsprechenden Situationen attestiert. Bei Meditierenden zum Beispiel. Menschen aber, für die solche Gaben alltäglich waren, wurden immer als krank festgestellt. Zum Beispiel Autisten.
Ich habe einmal in einem Buch von Oliver Sacks über autistische Zwillinge John und Michael gelesen, die einander liebevoll achtstellige Zahlen erzählten. Und dabei äußerste Freude empfanden. Wie wenn sie durch die Kenntnis einer solchen Zahl einen Blick in den Himmel machen könnten. Sacks, ein Neurologe, kam irgendwann darauf, dass es immer Primzahlen waren, die sich einander mitteilten.
Um das zu testen, bot ihnen Sacks aus einer Liste von Primzahlen solche mit 10 Stellen dar. Nach kurzer Innehaltung schien es, als ob die Zwillinge davon noch mehr entzückt waren.
Einige Zeit später unterhielten sich die Beiden mit 20-stelligen Zahlen. Die konnte der Neurologe aber nicht mehr auf Primzahlen überprüfen, da seine Liste dazu bei Weitem nicht ausreichte.

Seit dem Erlebnis mit der Dienstagsfraktion und seit dem ich über die Zwillinge las, frage ich mich, ob es eine verborgene Welt der Harmonie gibt. Eine von uns Menschen im Normalzustand nicht so leicht wahrnehmbare Welt der harmonischen Ordnung.
Der Mathematiker Bernhard Riemann meinte, dass das Chaos der Verteilung von Primzahlen in einer Reihe nur aus unserer Sichtweise resultiert. Ähnlich wie Lewis Carrolls Erzählung „Alice hinter den Spiegeln, wo in der die Welt hinter dem Spiegel Rechts und Links vertauscht ist, ist hinter Riemanns Spiegel eine immerwährende Ordnung der Primzahlen, wie weit man auch dort vordringen vermag.
Die Zwillinge John und Michael leben dort und ich kann dort manchmal sehen, was mein Leben tatsächlich in seine vorgegebenen Bahnen lenkt. Implizierte Ordnung, wie David Bohm es ausdrückt eben.

Wolfgang Wallner-F.
Warum ich schreibe




ich will es

versuchen.

die würde

des unbekannten

im bekannten erwecken,

das alltägliche

zum geheimnis machen,

im unwichtigen

seinen hohen sinn finden.

und allem vergänglichen

den schein des unendlichen

wieder geben.

wie es immer war.

© Wolfgang Wallner-F.

 

 

Prosa und Lyrik

Die Art des Schreibens bei meiner Prosa und Lyrik unterscheidet sich.
Das Ziel ist aber doch immer gleich: „Eine Entwicklung des Menschen“.

Fast alle meine Werke, vielleicht mit Ausnahme der neueren, aber noch nicht veröffentlichen Bücher sind in symbolisierter Sprache verfasst.
 
Wen es interessiert, d.h. wer von meinen Texten „berührt wird und weiß nicht warum das so ist, sollte jedes Mal beim Auftreten zunächst vielleicht unverständlicher, aber „elektrisierender“ Symbole und Gleichnissen erklärende Literatur suchen. Es gibt immer dafür Entsprechungen bei Philosophen und/oder in den Werken C.G. Jungs (z.B. etwa „Antwort auf Hiob“ bei meinem „Elihu“, in dem ich über Jungs Forderungen nach einen neuen Messias, der kein Halbgott sein darf, hinausgehe).

Nach Jung stellt ein Symbol nicht etwas aus dem persönlichen Kontext Erworbenes dar, sondern ist eine emotionsgefärbte Botschaft aus dem kollektiven Unbewussten.
Es taucht aus einer transpersonalen, höheren Ebene des Bewusstseins in der Psyche auf.
Es ist die Sprache der Psyche mit der sie noch Unbekanntes, meist Archetypisches dem Bewusstsein mitzuteilen versucht.
Es sind "kollektive Vorstellungen", die auf frühesten Menschheitsträumen und schöpferischen Phantasien beruhen. Als solche sind diese Bilder spontane Erscheinungen und keineswegs willkürliche Erfindungen.
 

Die Symbole, denen wir im Alltag begegnen und welche z.B. auch in Form einer Begegnung mit einem ungewöhnlichem Menschen zu uns kommen können, liefern eine wortlose Botschaft an das Unbewusste.
Sie versetzen uns in eine Stimmung, die wir bisweilen nicht erklären können.
Sie sprechen eine tiefe Ebene der Psyche an, die Ebene der Archetypen.

Die Botschaft ist dementsprechend in der Sprache der Archetypen, nämlich gefühlsbetont.
Für Jung ist das Symbol überall im Leben zu finden, selbst Krankheiten bzw. ihre Symptome sind Symbole, die eine Botschaft aus tieferen Bewusstseinsschichten tragen.
Diese Botschaften sind oftmals der Schlüssel zur Heilung (Ganzwerdung).
Das Symbol hat eine Vermittlungsfunktion, es dient als libidinöser Energietransformator zwischen dem kollektiven und persönlichen Unbewussten, indem es formloser Libido (Triebkraft/Lebensenergie) eine emotionale Gestalt verleiht und sie dadurch in einen erfahrbaren energetischen Fluss versetzt.

Ebenfalls nach Jung sind Symbole, die einen Leser etwa berühren zum Verständnis dessen Bedeutung in immer weiteren Kreisen einzufangen (kulturelle und persönliche Verbindungen zu erspüren).

Gründe zum Schreiben

1. Im Hintergrund der Religion

Wenn es dir gelungen ist, in das Paradies zurück zu kommen (durch den „Tod“, vom Westen, „wo der Engel nicht stand“), dann kann es sein, dass dir die Frucht vom Baum des Lebens angeboten wird.

Es ist aber dort nicht so, dass dir eine Wahl bleibt.

Die Frucht wird dir immer wieder einfach angeboten, nimmst du sie nicht, geschieht  nichts Anderes (zumindest vorerst).
 

Fortsetzung hier im externen Link: http://doppelgaenger.wolfgangwallnerf.com/seite11a1.html

2. Im Zusammenhang mit Physik und Psychologie

Von einiger Wichtigkeit ist auch die Diskussion um die Interpretationen der Quantenphysik.

Fortsetzung hier im externen Link: http://doppelgaenger.wolfgangwallnerf.com/seite4.html
 

3. Hintergründe in meiner Lyrik

Meine Frau Dorrit Maria Hanke schrieb kurze Zeit vor ihrem Ableben ein Märchen, das meiner Ansicht die teils auch unbewussten Richtungen in meiner Lyrik sehr gut illustrieren:

Gott und die Welt

Weit von uns entfernt lebte einst ein Volk in einer wunderschönen, fruchtbaren Landschaft. Die Menschen dort hatten genug zu essen, besaßen einen gewissen Reichtum und wurden selten krank. Grund genug, um glücklich zu sein.
Leider zankten sich diese Leute, wo es nur ging.
Jede Kleinigkeit nahmen sie zum Anlass, ihren Mitmenschen das Leben schwer zu machen, so voller Neid und Zwietracht war ihr Gemüt.
Täglich dachten sie sich neue Gemeinheiten aus, um den Nächsten zu ärgern.
Es war schon so weit, dass sie keiner mehr aus einem anderen Volk besuchen wollte. So waren die Menschen dort immer mehr abgeschlossen von der übrigen Welt.

Als der liebe Gott dies sah, wurde er sehr traurig und erzählte Maria davon.
„Lass mich auf die Erde niedersteigen um zu versuchen, Deinen Schäfchen Linderung zu bringen. Sie schaden sich ja doch nur selbst in ihrem Hader!“
Sofort erfüllte der Herr unserer Gottesmutter die Bitte.

Bald danach mischte sie sich als Magd verkleidet unter das Volk und bekam eine Stelle als Hausgehilfin.
Eines Tages musste sie auf den Markt, um Gemüse einzukaufen. Der Händler wollte sie gerade um Geld betrügen, als Maria fragte: „Warum hast Du vor, Dich an meiner Herrschaft zu bereichern? Weißt Du nicht, dass Du Deinen Nächsten lieben sollst wie Dich selbst?“
Der Mann wollte Maria vertreiben, doch sie fing an, um seine Seele zu Gott zu beten. Dabei war ihre Gestalt gänzlich von Gold umströmt.
Als der Händler das sah, war er ganz und gar entsetzt, sodass er schreiend davonlief. Bisher hatte er nicht an den Herrn geglaubt, doch durch unsere liebe Frau hatte er sein erstes Gotteserlebnis.
Mit Fieber legte er sich ins Bett und erholte sich nur langsam. Als Maria zu ihrer Herrschaft nach Hause kam, konnte sie nur ein geringeres Geld zurückgeben, als erwartet.
Die Hausfrau schimpfte sehr und drohte der Gottesmutter mit Schlägen. Da wurde diese riesengroß und ihr Lichterschein strahlte heller als alle Lampen im Hause zusammen.
„Hilfe“, rief die reiche Frau, „wie ist mir bloß!“ Da hub Maria mit ihrer lieblichen Stimme an zu reden: „Du arme Frau, merkst Du denn nicht, dass Deine Seele durch die Bosheit, welche in Dir ist, verkümmert? Ich verrate Dir ein Geheimnis: Dein Mann ist in Wirklichkeit Gott! Wenn Du Dich weiterhin so mit ihm zankst, wirst Du bald verloren sein. Der Herr wird Dich vernichten und Du sollst in der Hölle schmoren. Also besinne Dich und diene Deinem Manne so, wie es ihm gebührt!“
Die Hausfrau versprach alles und weinte bitterlich, hatte sie doch große Angst vor Maria.
Die Gottesmutter hingegen erschien mit den gleichen Worten dem Ehemann der bösen Frau. Auch ihm verlangte sie das Versprechen ab, seiner Frau wie Gott zu dienen.
Als die beiden Zankhühner wieder aufeinander trafen, lösten sie ihr Versprechen ein und begannen, sich fürsorglich umeinander zu kümmern. Nach und nach entstand daraus eine zarte Liebe, bis diese heiß und glühend war.
Bald darauf begab sich etwas Seltsames. Die beiden merkten nämlich, dass sie nicht mehr anders konnten, als auch ihre Nächsten zu lieben. Sie halfen Leuten in Not und hatten vor lauter Glück ein freundliches Wort für jedermann.
In kurzer Zeit lernten die Leute, in allen anderen Menschen Gott zu sehen und ihnen zu dienen.
Im Nu herrschte Frieden in dem Volke.

Als Maria indes wieder zurück im Himmel war, gratulierte ihr der Herr sehr herzlich zu ihrer Idee, den Menschen zu sagen, sie seien Gott. „Du hast ja recht“, schmunzelte er, „ich bin in Allem, also bin ich auch Alles und Alles ist in mir!“
Sie lachten noch eine Weile und machten zusammen einen ausgedehnten Spaziergang über die Wolken.

Das Volk jedoch war mit einem Male glücklich geworden. Es wurde von nun an gerne von Fremden besucht und seine Menschen fuhren auch oft in die Ferne.
So trugen sie ihre neue Einsicht in die Welt hinaus, bis alle Völker einander dienten und es keine Kriege mehr gab.
Der wirkliche Gott und Maria hingegen rieben sich die Hände vor Freude und ihr Lachen erschallte im ganzen Weltall.
 


                                 

http://dorritmariahanke.wolfgangwallnerf.com/
 

 

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Zurück zu mir.
Ich spüre, dass ein Grund der Unmenschlichkeit unseres Planeten, die Härte einer irrtümlichen Erwachsenenwelt sein könnte. Der Zauber der Kindheit, das Staunen und unbedingtes Lieben (also ohne wissentlichem Grund) ging verloren. Doch das kann wieder erreicht werden.
 


kann ich kein vogel
am himmel sein,
wolkentauchend,
um so manches menschliche
zu vergessen
und keine lilie,
versteckt,
um nicht der besitzgier
anheim zu fallen.
dann wäre ich gerne
das schneidermeisterlein,
welches sieben wolken
zusammen näht.
einfach
weil es verzaubert
und sonst niemand macht.
© Wolfgang Wallner-F.

 

manche denken,
wissenschaft entzaubert,
sperrt phantasie ein.
es ist richtig,
dass etwa der apfel
der schwerkraft folgt.
doch ist das wort
schwerkraft
keine entzauberung
der natur.
im gegenteil.
zauber wird
durch wissen
vertieft.
mein gehirn
darf weiter blühen.
wohin es will,
ich gieße.
bleibt im zaubergarten.

Niemand weiß, was Schwerkraft ist. So ist es in den Naturwissenschaften. Doch werden Schüler mit dem Wissen (etwa, der Grund ist die Schwerkraft) entlassen und damit die Natur entzaubert. Würden sie angeregt werden, über das Wesen der Schwerkraft etwa nachzudenken, hätten wir wieder mehr Philosophen (unter den Physikern auch).
© Wolfgang Wallner-F.

 

ach wie entzückend.

wie liebe ich

die verzauberung,

die aus der entzauberung

erwächst.

wie verzaubert

wissenschaft

unsere welt

und verbietet sich

dafür anerkennung.

doch erklärt sie

sichtbares

durch unsichtbares.

ein apfel etwa

fällt wegen der gravitation.

alles klar?

verzaubert doch eher.

man meint sogar,

wegen einer raumkrümmung.

warum wird

uns diese verzauberung

nicht als solche

in der schule gezeigt?

eine erklärung

ist sie ja wohl nicht,

doch wurde uns vieles

zur sättigung vorgeworfen.

mit erfolg.

wir fragen nicht mehr.

die welt bleibt vorerst

für mich verzaubert
© Wolfgang Wallner-F.
 

 

Prägende Menschen und Erlebnisse

1. Und 2. Der Traum und genetische Gründe
http://www.wolfgangwallnerf.com/seite934.html

3. Womit meine Probleme begannen

Ich kann mich sehr gut an den Tag erinnern, an dem meine Probleme begannen. Damit meine ich nicht, dass ich wirklich Schwierigkeiten hatte, ich glaube aber, dass das, was andere Menschen als abnormal oder krank bezeichnen, an diesem Tag zum ersten Mal deutlich wurde.
Ich konnte schon seit langer Zeit erraten, welcher Wochentag ein beliebiges Datum war. In bestimmten Gefühlssituationen war es mir ein Leichtes und absolut normal den Wochentag in meinem Gehirn zu finden, der zu einem gefragten Datum passte. Es war aber immer ein bestimmtes Gefühl dazu erforderlich, eine eigene Stimmung.
An diesem besonderen Tag wollte ich so für mich selbst diese Fähigkeit ausprobieren. Also dachte ich daran, das wieder einmal zu versuchen. Ein Teil meines Gehirnes versuchte sich ein Datum vorzustellen. Es begann mit dem zwölfen.
Sofort meldete sich eine andere Gehirninstanz und behauptete: Dienstag“!
Na das fand ich aber lächerlich. Ich drängte die „Dienstaginstanz“ im Gehirn zurück, forderte sie auf einmal abzuwarten.
Sie beharrte auf Dienstag.
Dem wollte ich aber nicht nachgeben. Kramte nach einem Monat.
Na gut, also der November! Der 12. November!
Vehement meldete sich die Dienstagsfraktion.
Ha, abwarten, es fehlt das Jahr!
1907 triumphierte ich!
Die Dienstagsmeldung blieb weiter. Kein anderer Wochentag meldete sich in mir.
Das glaubte ich aber denn doch nicht! Ich hatte doch den Dienstag überlistet. Der konnte doch nicht schon als Ergebnis feststehen, bevor ich die Frage formulierte.
Es stimmte aber doch. Der 12.11.1907 war ein Dienstag!
Wie konnte das sein?
Wusste die Dienstagsabteilung meines Gehirns schon vor der Frage die Antwort?
Hat sie vielleicht gar die Frage beeinflusst?
Gibt es zwei unabhängige Gedanken in meinem Gehirn, gleichzeitig?
Beobachtet ein Gedanke den anderen?
Und was ist mit dem Gedanken, dem die Dienstagslobby Abwarten befiehlt?
Eine dritte, wenn auch wirkungslose Instanz?
Seit diesem Tag jedenfalls musste ich mich zwingen, immer nur einen Gedanken ausdrücken zu wollen. Wenn ich alleine war, spielte meine polyphone Gedankenwelt da keine Rolle. Ich nannte sie „polyphon“, um keiner Einzelstimme mehr Bedeutung zu geben. Die konnten nämlich auch miteinander diskutieren, was mir aber den Schlaf raubte.
Für mich alleine konnte ich mit meinen Polyphonen also gut umgehen. Schwierig wurde es nur, wenn ich mit anderen Menschen sprach.
Ähnliches erlebte ich auch als Kind bei Quizsendungen im Radio, später im Fernsehen, in denen mir fast immer die Antworten auf Wissensfragen „zuflogen“ und sie stimmten. Auch in Gebieten, von denen ich gar nichts wusste. Im Fernsehen war das etwa die Sendung „Quiz 21“ mit auch sehr schwierig zu beantworteten Fragen.
In der Schule hatte ich solche „Eingebungen“ nie, war da eher ein „Problemkind“ mit Schwierigkeiten (die ich allerdings nie selbst so empfand). Für einen materiellen Vorteil für mich gelang sowas aber nie.

Später habe ich einmal gelesen, dass die Möglichkeiten der Zuordnung eines Wochentages einem bestimmten Datum alleine durch Verinnerlichung keine absolute Absonderlichkeit darstellte.
Da gab es viel merkwürdigere Fähigkeiten. Allerdings wurden solche meistens bei Menschen in nicht dem Durchschnitt entsprechenden Situationen attestiert. Bei Meditierenden zum Beispiel. Menschen aber, für die solche Gaben alltäglich waren, wurden immer als krank festgestellt. Zum Beispiel Autisten.
Ich habe einmal in einem Buch von Oliver Sacks über autistische Zwillinge John und Michael gelesen, die einander liebevoll achtstellige Zahlen erzählten. Und dabei äußerste Freude empfanden. Wie wenn sie durch die Kenntnis einer solchen Zahl einen Blick in den Himmel machen könnten. Sacks, ein Neurologe, kam irgendwann darauf, dass es immer Primzahlen waren, die sich einander mitteilten.
Um das zu testen, bot ihnen Sacks aus einer Liste von Primzahlen solche mit 10 Stellen dar. Nach kurzer Innehaltung schien es, als ob die Zwillinge davon noch mehr entzückt waren.
Einige Zeit später unterhielten sich die Beiden mit 20-stelligen Zahlen. Die konnte der Neurologe aber nicht mehr auf Primzahlen überprüfen, da seine Liste dazu bei Weitem nicht ausreichte.

Seit dem Erlebnis mit der Dienstagsfraktion und seit dem ich über die Zwillinge las, frage ich mich, ob es eine verborgene Welt der Harmonie gibt. Eine von uns Menschen im Normalzustand nicht so leicht wahrnehmbare Welt der harmonischen Ordnung.
Der Mathematiker Bernhard Riemann meinte, dass das Chaos der Verteilung von Primzahlen in einer Reihe nur aus unserer Sichtweise resultiert. Ähnlich wie Lewis Carrolls Erzählung „Alice hinter den Spiegeln, wo in der die Welt hinter dem Spiegel Rechts und Links vertauscht ist, ist hinter Riemanns Spiegel eine immerwährende Ordnung der Primzahlen, wie weit man auch dort vordringen vermag.
Die Zwillinge John und Michael leben dort und ich kann dort manchmal sehen, was mein Leben tatsächlich in seine vorgegebenen Bahnen lenkt. Implizierte Ordnung, wie David Bohm es ausdrückt eben.

 

Zurück zu mir.
Ich spüre, dass ein Grund der Unmenschlichkeit unseres Planeten, die Härte einer irrtümlichen Erwachsenenwelt sein könnte. Der Zauber der Kindheit, das Staunen und unbedingtes Lieben (also ohne wissentlichem Grund) ging verloren. Doch das kann wieder erreicht werden.
 


kann ich kein vogel
am himmel sein,
wolkentauchend,
um so manches menschliche
zu vergessen
und keine lilie,
versteckt,
um nicht der besitzgier
anheim zu fallen.
dann wäre ich gerne
das schneidermeisterlein,
welches sieben wolken
zusammen näht.
einfach
weil es verzaubert
und sonst niemand macht.
© Wolfgang Wallner-F.

 

manche denken,
wissenschaft entzaubert,
sperrt phantasie ein.
es ist richtig,
dass etwa der apfel
der schwerkraft folgt.
doch ist das wort
schwerkraft
keine entzauberung
der natur.
im gegenteil.
zauber wird
durch wissen
vertieft.
mein gehirn
darf weiter blühen.
wohin es will,
ich gieße.
bleibt im zaubergarten.
 

Niemand weiß, was Schwerkraft ist. So ist es in den Naturwissenschaften. Doch werden Schüler mit dem Wissen (etwa, der Grund ist die Schwerkraft) entlassen und damit die Natur entzaubert. Würden sie angeregt werden, über das Wesen der Schwerkraft etwa nachzudenken, hätten wir wieder mehr Philosophen (unter den Physikern auch).
© Wolfgang Wallner-F.

 

ach wie entzückend.

wie liebe ich

die verzauberung,

die aus der entzauberung

erwächst.

wie verzaubert

wissenschaft

unsere welt

und verbietet sich

dafür anerkennung.

doch erklärt sie

sichtbares

durch unsichtbares.

ein apfel etwa

fällt wegen der gravitation.

alles klar?

verzaubert doch eher.

man meint sogar,

wegen einer raumkrümmung.

warum wird

uns diese verzauberung

nicht als solche

in der schule gezeigt?

eine erklärung

ist sie ja wohl nicht,

doch wurde uns vieles

zur sättigung vorgeworfen.

mit erfolg.

wir fragen nicht mehr.

die welt bleibt vorerst

für mich verzaubert
© Wolfgang Wallner-F.
 

 

Prägende Menschen und Erlebnisse

1. und 2. Der Traum und genetische Gründe

E
s wird so um meinem Schulbeginn gewesen sein, als ich diesen Traum hatte, der mir noch immer ganz deutlich bewusst ist.

Ich lebte am Rande eines Dschungels und war etwa in meinem wirklichen damaligen Alter.
Fortsetzung hier:
http://www.wolfgangwallnerf.com/seite934.html

3. Womit meine Probleme begannen

Ich kann mich sehr gut an den Tag erinnern, an dem meine Probleme begannen. Damit meine ich nicht, dass ich wirklich Schwierigkeiten hatte, ich glaube aber, dass das, was andere Menschen vielleicht als abnormal oder krank bezeichnen, an diesem Tag zum ersten Mal deutlich wurde.
Ich konnte schon seit langer Zeit erraten, welcher Wochentag ein beliebiges Datum war. In bestimmten Gefühlssituationen war es mir ein Leichtes und absolut normal den Wochentag in meinem Gehirn zu finden, der zu einem gefragten Datum passte. Es war aber immer ein bestimmtes Gefühl dazu erforderlich, eine eigene Stimmung.
An diesem besonderen Tag wollte ich so für mich selbst diese Fähigkeit ausprobieren. Also dachte ich daran, das wieder einmal zu versuchen. Ein Teil meines Gehirnes versuchte sich ein Datum vorzustellen. Es begann mit dem zwölfen.
Sofort meldete sich eine andere Gehirninstanz und behauptete: „Dienstag“!
Na das fand ich aber lächerlich. Ich drängte die „Dienstaginstanz“ im Gehirn zurück, forderte sie auf einmal abzuwarten.
Sie beharrte auf Dienstag.
Dem wollte ich aber nicht nachgeben. Kramte nach einem Monat.
Na gut, also der November! Der 12. November!
Vehement meldete sich die Dienstagsfraktion.
Ha, abwarten, es fehlt das Jahr!
1907 triumphierte ich!
Die Dienstagsmeldung blieb weiter. Kein anderer Wochentag meldete sich in mir.
Das glaubte ich aber denn doch nicht! Ich hatte doch den Dienstag überlistet. Der konnte doch nicht schon als Ergebnis feststehen, bevor ich die Frage formulierte.
Es stimmte aber doch. Der 12.11.1907 war ein Dienstag!
Wie konnte das sein?
Wusste die Dienstagsabteilung meines Gehirns schon vor der Frage die Antwort?
Hat sie vielleicht gar die Frage beeinflusst?
Gibt es zwei unabhängige Gedanken in meinem Gehirn, gleichzeitig?
Beobachtet ein Gedanke den anderen?
Und was ist mit dem Gedanken, dem die Dienstagslobby Abwarten befiehlt?
Eine dritte, wenn auch wirkungslose Instanz?
Seit diesem Tag jedenfalls musste ich mich zwingen, immer nur einen Gedanken ausdrücken zu wollen. Wenn ich alleine war, spielte meine polyphone Gedankenwelt da keine Rolle. Ich nannte sie „polyphon“, um keiner Einzelstimme mehr Bedeutung zu geben. Die konnten nämlich auch miteinander diskutieren, was mir aber den Schlaf raubte.
Für mich alleine konnte ich mit meinen Polyphonen also gut umgehen. Schwierig wurde es nur, wenn ich mit anderen Menschen sprach.
Ähnliches erlebte ich auch als Kind bei Quizsendungen im Radio, später im Fernsehen, in denen mir fast immer die Antworten auf Wissensfragen „zuflogen“ und sie stimmten. Auch in Gebieten, von denen ich gar nichts wusste. Im Fernsehen war das etwa die Sendung „Quiz 21“ mit auch sehr schwierig zu beantworteten Fragen.
In der Schule hatte ich solche „Eingebungen“ nie, war da eher ein „Problemkind“ mit Schwierigkeiten (die ich allerdings nie selbst so empfand). Für einen materiellen Vorteil für mich gelang sowas aber nie.

Später habe ich einmal gelesen, dass die Möglichkeiten der Zuordnung eines Wochentages einem bestimmten Datum alleine durch Verinnerlichung keine absolute Absonderlichkeit darstellte.  Eine Fähigkeit, die jeder Mensch in bestimmten Ausmaß hat. Mancher mehr, mancher weniger, wie eben alle Talente.
Da gab es viel merkwürdigere Fähigkeiten. Allerdings wurden solche meistens bei Menschen in nicht dem Durchschnitt entsprechenden Situationen attestiert.
Bei Meditierenden zum Beispiel. Menschen aber, für die solche Gaben alltäglich waren, wurden immer als krank festgestellt. Zum Beispiel Autisten.
Ich habe einmal in einem Buch von Oliver Sacks über die autistische Zwillinge John und Michael gelesen, die einander liebevoll achtstellige Zahlen erzählten. Und dabei äußerste Freude empfanden. Wie wenn sie durch die Kenntnis einer solchen Zahl einen Blick in den Himmel machen könnten. Sacks, ein Neurologe, kam irgendwann darauf, dass es immer Primzahlen waren, die sie einander mitteilten.
Um das zu testen, bot ihnen Sacks aus einer Liste von Primzahlen solche mit 10 Stellen dar. Nach kurzer Innehaltung schien es, als ob die Zwillinge davon noch mehr entzückt waren.
Einige Zeit später unterhielten sich die Beiden mit 20-stelligen Zahlen. Die konnte der Neurologe aber nicht mehr auf Primzahlen überprüfen, da seine Liste dazu bei Weitem nicht ausreichte.

Seit dem Erlebnis mit der Dienstagsfraktion und seit dem ich über die Zwillinge las, frage ich mich, ob es eine verborgene Welt der Harmonie gibt. Eine von uns Menschen im Normalzustand nicht so leicht wahrnehmbare Welt der harmonischen Ordnung.
Der Mathematiker Bernhard Riemann meinte, dass das Chaos der Verteilung von Primzahlen in einer Reihe nur aus unserer Sichtweise resultiert. Ähnlich wie Lewis Carrolls Erzählung „Alice hinter den Spiegeln“, wo in der die Welt hinter dem Spiegel Rechts und Links vertauscht ist, ist hinter Riemanns Spiegel eine immerwährende Ordnung der Primzahlen, wie weit man auch dort vordringen vermag.
Die Zwillinge John und Michael leben dort und ich kann dort manchmal sehen, was mein Leben tatsächlich in seine vorgegebenen Bahnen lenkt. Implizierte Ordnung, wie David Bohm es ausdrückt eben.


Bei Interesse weiterlesen auf der Seite „Mönche und Tagebuchseiten“

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